Sicherheit

Gerade dort, wo man sich besonders sicher fühlt, lebt man mitunter recht gefährlich: In den eigenen vier Wänden. Nach wie vor ereignet sich die überwiegende Anzahl der registrierten Unfälle im privaten Bereich.

Keine Panne in der Wanne
Bade- und Duschwannen aus Stahl/Email können durch ein aufgebrachtes Profil rutschsicher gemacht werden. Dabei wird eine Quarz-Sand-Mischung in Form eines flächendeckenden Musters auf das Trägermaterial aufgebracht und in einem zusätzlichen Brennvorgang eingebrannt. So entsteht eine reliefartige Oberfläche auf dem Wannenboden, die rutschhemmend wirkt. Wannen aus Acryl gelten wegen ihrer «stumpfen» Oberfläche allgemein als relativ standsicher. Bei Duschwannen aus Sanitärkeramik wird ein anderes Verfahren gewählt. Hier wird die Standsicherheit durch eine Profilierung der Oberfläche - etwa in der Art des bekannten «Noppenmusters» - verbessert. Haltegriffe im Badewannen- und Duschbereich sind wichtige Ergänzungen zu sicheren Standflächen. Sie müssen stabil sein und an den richtigen Stellen angebracht werden.

Sicher stehen

Feuchte Böden und Stehflächen bergen eine besonders hohe Unfallgefahr in sich. Mit der Wahl des richtigen Bodenbelages lassen sich unliebsame blaue Flecken vermeiden. Heute werden in den Sanitärräumen üblicherweise Fliesen als Bodenbelag verwendet. Sie sollten auch in nassem Zustand rutschsicher sein. Der Bodenbelag muss zudem reflexionsarm und fest verlegt sein.
Geeignet sind speziell rutschhemmende Bodenfliesen sowie Fliesen-Mosaik, das durch seinen höheren Fugenanteil mehr Verdrängungsraum für Wasser bietet und zugleich mehr «Griff» hat.

Heizung und Lüftung
Speziell im Badezimmer stellt man hohe Anforderungen an Komfort und Wärme. Am zweckmässigsten ist eine Fussbodenheizung: Wer im Bad jemals den Komfort einer Bodenheizung erlebte, wird ihn nicht mehr missen wollen. Zudem entfallen damit die Wandradiatoren, die rosten können und oft schwer zu reinigen sind. Scharfe Kanten und Rippen von Radiatoren führen bei Stürzen häufig zu gravierenden Verletzungen. Solche Kanten lassen sich jedoch mit einer Schutzabdeckung - eine Holzkonstruktion mit abgerundeten Kanten - entschärfen. Wer ein trockenes und warmes Frottiertuch zu schätzen weiss, hat die Möglichkeit, die Bodenheizung mit speziellen Handtuchradiatoren zu kombinieren. Diese können zusätzlich mit einem Elektroeinsatz versehen werden, um damit in der Übergangszeit wenigstens das Bad angenehm temperieren zu können. Auch Heizstrahler erzeugen eine komfortable Wärme - es ist jedoch darauf zu achten, dass der Sicherheitsabstand zu brennbaren Materialien eingehalten wird, und auch die Kleider in genügendem Abstand aufgehängt werden.

Sichere Türen und Fenster
Die Badezimmertür sollte sich nicht in den Raum hinein öffnen, damit bei einem Schwächeanfall des Badbenutzer dessen Körper nicht den Weg blockiert. Gegebenenfalls kann die Anschlagseite geändert oder eine Schiebetür eingebaut werden. Um Feuchtigkeitsbeschlag und Schimmelbefall vorzubeugen, ist eine gute Be- und Entlüftung wichtig, Ein Fenster ist zwar auf den ersten Blick die einfachste Lösung, es kann jedoch bei ungünstiger Anordnung eine zusätzliche Gefahrenquelle sein. Ist das Öffnen und Schliessen eines Fensters nur möglich, indem der Wannenrand oder die Toilette bestiegen wird, bedeutet dies für einen 30jährigen Badbenutzer eine Unbequemlichkeit - für einen 70jährigen jedoch ein gefährliches Unterfangen.

Hohes Risiko mit Elektrizität
Um Unfälle durch den Kontakt von Wasser und Elektrizität auszuschliessen, sind im Bad Sicherheitsmassnahmen vorgeschrieben. So ist zum Beispiel der minimale Abstand zwischen den wasserführenden Ausläufen und den Steckdosen genau festgelegt. Elektrounfälle werden vermieden, indem Sicherheitssteckdosen mit Fehlerstromschutz benutzt werden. Diese sinnvolle Schutzvorrichtung ist seit 1985 in neuen oder umgebauten Badezimmern obligatorisch, sie kann auch auch bei bestehenden Steckdosen nachgerüstet werden.

Vorsicht Kinder
Wenn Kinder vor Übermut ausser Rand und Band geraten, schwappt nicht nur die Lebensfreude, sondern auch das Wasser über. Mit geeigneten Duschabtrennungen können Überschwemmungen verhindert werden. Wenn Echtglas aus ästhetischen Gründen bevorzugt wird, stellt dies keinerlei Sicherheitsrisiko für Kinder und ältere Menschen dar. Markenhersteller verarbeiten Einscheibensicherheitsglas, das auch für die Windschutzscheiben von Autos verwendet wird. Wenn es tatsächlich einmal zerspringen sollte, dann in viele tausend kleine, nicht scharfe «Glasbrösel» und nicht in gefährliche Scherben. Durch die falsche Bedienung der Mischbatterien können sich Kinder starke Verbrühungen zuziehen. Die Warm- und Kaltwasserhahnen müssen deshalb deutlich mit den Farben Rot und Blau markiert sein. Moderne Thermostat-Armaturen bringen wassersparendes Duschen, optimalen Komfort und Sicherheit in Einklang. Die einmal gewählte Temperatur wird während der gesamten Benutzungsdauer konstant gehalten, Druckschwankungen werden sofort ausgeglichen, eingebaute Sicherheitssperren (bei 38°C) schützen vor Verbrühungen. Dank der fixierten und absolut exakten Temperaturvorgabe kann das Wasser praktisch vom ersten Tropfen an genutzt werden. Die Bedienung einer solchen Armatur beschränkt sich auf das Einstellen der gewünschten Wassermenge.Langfristig planen


Sicherheit für Senioren
Aus demografischen Gründen - der Anteil der über 60jährigen an der Bevölkerung nimmt ständig zu - sollte sich die Badezimmerplanung nicht nur an jungen, aktiven Menschen orientieren. Die meisten Menschen gehören beim Eintritt in die zweite Lebenshälfte noch lange nicht zum alten Eisen: Sportliche Aktivitäten, Reisen und der Kontakt zur nachrückenden Generation halten länger jung und fit. Selbständigkeit bis ins hohe Alter ist einer der meistgeäusserten Wünsche der «mittleren» Altersgruppe. Dieser Wunsch kann jedoch gegenwärtig oftmals nicht realisiert werden. 95% aller über 65jährigen leben in Wohnungen, die nicht auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet sind. Vor allem nicht bedarfsgerechte Sanitäreinrichtungen erschweren älteren Menschen den Alltag. Nicht selten sind sie die Ursache für Heimbedürftigkeit. Damit die Unabhängigkeit in den eigenen vier Wänden solange wie möglich erhalten bleibt, ist bei einer anstehenden Renovation des Bades auf unnötige Hemmnisse, Barrieren und Unfallgefahren zu achten. Ältere Menschen wünschen sich ein sicheres, pflegeleichtes und bequemes Bad. Es muss so gestaltet und eingerichtet sein, dass die verminderte Beweglichkeit im Alter kein Problem darstellt, und weder die Nutzung noch die Reinigung akrobatische Fähigkeiten abverlangen.

 

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